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Artware Parties

Eisenerzer Haushalte organisieren Parties mit eisenerZ*ART-KünstlerInnen
Juli - Dezember 2015
verschiedene (private) Orte

In Anlehnung an die populären Tupperware Parties der 1950er- und 1960er-Jahre werden EisenerzerInnen bzw. Eisenerzer Haushalte dazu animiert, eine ARTWARE PARTY zu veranstalten.

Dabei kann man sich aus einem Künstlerpool, bestehend aus einem knappen Dutzend KünstlerInnen verschiedener Sparten, jene Persönlichkeit bzw. Kunstform auswählen, die man gerne näher kennenlernen und mit der man einen Abend bei sich zu Hause gestalten möchte. Je nach räumlichen Gegebenheiten können die GastgeberInnen eine beliebige Anzahl von Freunden, Bekannten und Verwandten dazu einladen.

Der Künstlerpool speist sich aus Personen, die bereits bei eisenerZ*ART aufgetreten sind. Ihr Werk wird sich durch die persönliche Auseinandersetzung mit ihnen sicher ganz neu, wenn nicht vielleicht sogar erstmals erschließen.

Zum Zwecke einer Kurzdokumentation wird allenfalls einer Person (FotografIn oder FilmemacherIn) eine halbe Stunde lang Zutritt gewährt; der restliche Abend verläuft „unbeobachtet“.

ARTWARE PARTIES sind einfach anders: Kunst findet nicht, wie sonst üblich, an einem bestimmten, öffentlichen Schauplatz statt. KünstlerInnen wenden sich nicht an eine unbekannte Masse. Bei den ARTWARE PARTIES findet Kunst in privaten Räumen statt, wo jeweils ein/e Künstler/in auf wenige Individuen reagiert. Statt des gewohnten Auftritts vor einer breiten Öffentlichkeit dringt hier die Kunst in private Mikrokosmen ein – eine ungewöhnliche Situation sowohl für die KünstlerInnen als auch für die GastgeberInnen! Man lernt sich kennen. Neue Zugänge zur Kunst werden erprobt. Freundschaften können entstehen.

Ein 11-köpfiger Künstlerpool voller einzigartiger Persönlichkeiten aus verschiedensten Bereichen steht für jeweils eine ARTWARE PARTY bereit:

Sebastian Brauneis                  Film
Götz Bury                                  Performance
Eva Eckert                                 Film / Volkslied
Stephan Eibel Erzberg             Literatur
Bodo Hell                                   Literatur
Lorenz Kabas                            Musik
Doris Kirschhofer                     Musik / Literatur
Gerhard Leixl                            Kunstvermittlung
Lucy McEvil                              Schauspiel
Matthias Ohner                         Literatur
Alexandra Pötz                         Mode

(siehe auch genauere Darstellung der KünstlerInnen ganz unten)

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GRUNDSÄTZLICHES:

ARTWARE PARTIES werden im Zeitraum Juli bis Dezember 2015 angeboten.

Die Party-Serie wird von eisenerZ*ART initiiert, aber nicht durchgeführt. Es handelt sich um private Veranstaltungen, die gänzlich in der Verantwortung der Einladenden liegen.

Die beteiligten KünstlerInnen erhalten ihr Honorar von eisenerZ*ART. Die GastgeberInnen sind lediglich für das Wohl der KünstlerInnen wie auch der übrigen Gäste während der Party zuständig.

 

PROCEDERE:

InteressentInnen melden sich bitte bei eisenerZ*ART (Tel. 0316-829513 bzw. office@eisenerZ-ART.at).

Sie wählen eine Person aus dem Künstlerpool aus, die Sie gerne zu sich einladen möchten. (Gerne beraten wir auch bei der Auswahl.) Dann geben wir den Kontakt weiter, und Sie nehmen selbst Verbindung mit dem Künstler oder der Künstlerin auf, vereinbaren einen Termin, besprechen alle Details.

Nach Fixierung teilen Sie uns bitte den Termin Ihrer ARTWARE PARTY mit.

Wir unterstützen Sie dann auch in der weiteren Kommunikation: Für jede ARTWARE PARTY stellen wir ein pdf mit den jeweiligen Eckdaten (Ort, Zeit, KünstlerIn, Kurzbeschreibung) bereit, das – digital oder ausgedruckt – als Einladung dient.

Wir organisieren den Kurzbesuch eines Dokumentaristen, der mit Fotoapparat oder Videokamera einige Momente festhalten wird. (Gerne nehmen wir aber auch Dokumentationsmaterial von Ihnen – Fotos, Handy-Videoclips – bzw. sonstige Erinnerungs-stücke entgegen.)

Wir reichen ein „Artware Gästebuch“ von Party zu Party, und hoffen auf vielfältige persönliche Einträge.

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Kunstgenuss in intimer, geselliger Runde...

Kunstgenuss in intimer, geselliger Runde…

 

Die KünstlerInnen (alphabetisch gereiht):

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Sebastian Brauneis

Ein Abend ohne Namen

Sebastian Brauneis bringt einen Film und viele interessante Geschichten zu den laufenden Bildern nach Eisenerz mit. „Wir machen Caramel-Popcorn und eine interessante Diskussionsrunde zu Unsegen und Segen von Fernsehen und Kino. Am Ende schaun wir in die Kamera und machen nichts. Und sehen trotzdem ganz erstaunliche Bilder von uns selbst. Klappe. Und Action.“

Sebastian Brauneis, Regisseur, schuf bekannte TV-Serien wie „Sendung ohne Namen“, „Willkommen Österreich“ und „BÖsterreich“, und werkt nebenbei als DJ an den Plattentellern.

Buchungszeitraum: nur 14. – 28. August 2015

Foto S.Brauneis

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Götz Bury

Das Ende eines alten indianischen Mythos…denn Geld kann man sehr wohl essen!“ Kochshow

Götz Bury tritt in seinen Performances, die er Kochshows nennt, üblicherweise als eine Art Double des legendären französischen Starkoches Paul Bocuse auf. Anders als dieser kredenzt er seinen Gästen allerdings unter dem Motto „Gut leben ohne nix“ weder Trüffel noch Gänseleber, sondern besonders ballaststoffreiche Leckereien wie das extrem nährstoffarme Sägemehlbrot. Gaumenfreuden, die dem Zeitgeist auf gewisse Weise im Moment besonders gut entsprechen.

„Dass man Geld nicht essen kann (wie es alte indianische Mythen* seit geraumer Zeit nahelegen), ist einer der größten Irrtümer der Menschheitsgeschichte“, meint Götz Bury mit Blick auf die in Auflösung befindlichen Finanzsysteme und regt in seiner Kochshow an, das Verspeisen von verfallenden Geldscheinen, die ja durchwegs aus den herrlichsten Ballaststoffen bestehen, ins Auge zu fassen. Die Gäste werden durch erlesene Kostproben verwöhnt.

* „Wenn alle Bäume gefällt, alle Flüsse vergiftet und alle Fische gefangen sind, dann werdet Ihr sehen, dass man Geld nicht essen kann.“

Goetz Bury_Foto Kochshop

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Eva Eckert

Statt Fernsehen…

Was hat sich im Liedheftl der „Eisenwurzen“ in den letzten Jahren getan? Welche Lieder sind herangeflogen welche sind verschwunden? Welche wurden etwas aufgepimpt und umgetextet welche den Schülern im Musikunterricht vorgesetzt? Welche müssen jetzt für die Wirtshausgipfelkonferenzen neu dazugetan werden?

Auf zum mündlichen Singsport: „Eisenwurzen“ ansehen und danach bitte gegenseitig vorsingen!

Eva Eckert, Dokumentarfilm Regie

Eva Eckert_Foto

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Stephan Eibel Erzberg

Protokolle des Alltags

Der Dichter und Literat Stephan Eibel Erzberg wurde 1953 in Eisenerz geboren, verließ die Heimat in jungen Jahren und lebt seither in Wien. Mehrmals im Jahr kommt er zum Arbeiten in die Bergstadt. In seinem Roman SOFORT VERHAFTEN! spielen Kapitel zwei und drei in Eisenerz. Er liefert regelmäßig Gedichte für die Wiener Zeitung und die Salzburger Nachrichten, stößt dabei immer wieder an die Grenzen des Zulässigen … und fragt sich, wie FREI DIE KUNST ist!

Davon und noch von einigem anderen wird Stephan Eibel Erzberg erzählen. Und er wird alle Fragen beantworten. Und gewiss das eine oder andere Gedicht lesen…

…ein spannungsreicher Abend mit viel Gelächter ist garantiert!

Stephan Eibel Erzberg: „Ein Gedicht ist wie das Vorkammerflimmern, ob lang oder kurz ist schnurz“ (aus „Licht aus“)

Stephan Eibel Erzberg_(c)_Bernd Matschedolnig

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Bodo Hell

‚jedes Wort hat sein Umfeld, jeder Ort hat sein Schicksal‘

in speziell gestalteter, aber auch in frei fließender Rede werden an so einem intensiven Vortrags- und Diskussions-Abend mit dem Autor und Alpenhirt Themen wie:

– die Komik des Alphabets
– die Weisheiten der Liste
– die Beispielhaftigkeit der Alm- und Heiligengeschichten
– die Verborgenheit der Heilpflanzen
– die Erfahrungen des Zusammenlebens mit Mensch und Tier
– die Versprechungen der Produktwelt
– die Fallstricke und Beseligungen der SprachArbeit
– die Freuden der Benennungen und des Erzählüberflusses
– die Parallelstrategien der musikalischen Formen und Mittel
– die Listen und Einfälle der Tauernscheckenziegen
– undundund

exakt wie beiläufig berührt oder mehr oder minder ausgebreitet

es wird bisweilen behauptet, man gehe aus der Begegnung mit der Literatur und der Vortragsart von Bodo Hell, ehe man sich’s versieht, etwas gescheiter, auf jeden Fall aber um einiges erheiterter hervor

Bodo Hell_Huhn, Geiß N._Mayr

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Lorenz Kabas

Songbörse

Ein großer Koffer mit mehr als 1000 Liedern, eine Gitarre und offen für alle Wünsche. Die Songbörse kann beginnen: Ein Lied ergibt das nächste. Jeder musikalische Wunsch wird nach Möglichkeit erfüllt, das eine oder ander Mal passend ergänzt oder in Kontrast gesetzt. Was spielt man am besten nach Abba, Tom Waits oder einem deutschen Schlager? Wollen wir uns gemeinsam für den Abend das Motto geben? Mitsingen oder nur zuhören – und manchmal mag sich auch eine kleine Geschichte hinter einem Song verbergen, den man an diesem Abend mit allen teilen möchte…

Lorenz Kabas, Schauspieler und Musiker, Ensemblemitglied des Theaters im Bahnhof, Graz; regelmäßiger Gast beim Rostfest zum Kaffeekränzchen.

Buchungszeitraum: Oktober – Dezember 2015

Foto Lorenz Kabas

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Doris Kirschhofer

Klangart … Mundart … Unart

Tief melancholisch und himmelhoch jauchzend bewegt sich die Musik von Doris Kirschhofer zwischen Lakritzpop, Heidigrunge und Lollyfolk. Rohe Ungeschliffenheit trifft auf alpine Leichtigkeit, neckische Verspieltheit auf pechschwarzen Humor, ethnische Vielfalt auf populäre Breite.

Doris erzählt in ihren Liedern und Texten Geschichten – liebesschwach und großstädtisch, leise seufzend und laut schreiend. Klangmalereien im Dialekt, in Kunstsprache, mehrsprachig, dadaistisch… Flirrende Obertöne, vibrierende Untertöne,  Jodeln vereint mit sinnlichem Akkordeon, Maultrommel, Elektro Beats und räudig-schönen Gitarren.

Doris Kirschhofer, Sängerin/ Artistin/ Regisseurin/ Kostümbildnerin, beherrscht die seltene Kunst des Ober- und Untertongesangs. In ihren Liedern wird Bodenständiges zur Poesie.

Buchungszeitraum: September – Dezember 2015

Doris Kirschhofer_DSC9014-2

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Gerhard Leixl

Was ist Kunst­­?

Getreu seinem Motto „Ich mache keine Kunst. Sie passiert mich!“ erfindet sich Gerhard Leixl immer wieder neu: Als Kind war er bei den Wiener Sängerknaben. Dann wechselte er zum Tanz und zur bildenden Kunst. Er beschäftigte sich eingehend mit Film, Drehbuch, Fotografie, mit Kunsttherapie, er war Lehrer, Hilfstischler, Straßen- und Hinterhofmusikant und bezeichnet sich selbst als ständig frei forschender Künstler in allen Gassen….

Seine angeborene Neugier und sein Interesse an der Welt in allen Erscheinungsformen treiben ihn durch Zeit und Raum. Ebenso vielfältig wie sein Zugang zur Kunst ist das Repertoire, das er im Rahmen einer „Artware Party“ anbieten kann:

– Anfertigung eines Kunstwerks vor Ort (Malperformance oder Objektkunst)

– Vermittlung von kreativen Techniken (automatisches Zeichnen u.ä.)

– KunstGeschichten erzählen (Diskussion)

– Musizieren, Tanzen und/oder das Leben und seine Begegnungen feiern (Naturausflug)

Gerhard Leixl_Foto

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Lucy McEvil

Herz, Schmerz, Eisenerz! Eine Tupperwareparty für immaterielle Güter.

Von der Avantgarde bis zur Nachhut, von der Hochkultur bis zur Unterhaltung, vom Mann zur Frau: Die Kunstfigur Lucy McEvil schafft es scheinbar mühelos, Grenzen zum Verschwimmen zu bringen.

Lucy McEvil, Diseuse, Schauspielerin, DJ, Moderatorin
Zusammenarbeit mit Regisseuren wie: Hubsi Kramar, Thomas Gratzer, Martin Gruber, Rüdiger Hentzschel. Div. Soloprogramme mit Band von Berlin bis Marrakesch.

Pressestimmen:

„Lucy McEvil hat Maße und vor allem Ausstrahlung, von denen Heidi Klums blasse Nachwuchsmodels nur träumen können – und dazu ein Mundwerk, das im Fernsehen wohl selten ohne Zensur davonkommen würde.“ (Profil)

„Längst ist die Wiener Diseuse mit Hang zum Toughen, zum Lidstrich und zu Gin Tonic keine subkulturelle Randerscheinung mehr. In wenigen Jahren hat sich die McEvil zum Star entwickelt. Ihre Fans lieben und verehren sie – unabhängig von sexuellen Präferenzen.“ (Falter)

„ Sie ist Diseuse, ätherisch, catwalksupermodelschlank. Couturekleider sind ihr kein Fremdwort. Sie ist nicht da, sie erscheint.“ (WienLive)

Lucy by (c) Jana Madzigon Kontrast

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Matthias Ohner

Ein Mann – Ein Buch

Es gibt Geschichten, über die weiß man nur Geschichten und sie sind legendär.  Es gibt Geschichten, die haben unsere Väter geprägt – und dadurch auch unsere Mütter. Es gibt Geschichten, die haben Bubenfantasien dort hin geführt, wo sie immer sein wollten – in den wilden Westen, zu Winnetou, Old Shatterhand, Tante Droll, Humply Bill, Stickman Uncle, Old Firehand, großer und kleiner Bär, großer Wolf, Cornel Brinkley und wie sie alle heißen.

Es kommen ein Diaprojektor, eine Tuba, ein Plattenspieler, ein Mann mit einem Buch, der aus „Der Schatz im Silbersee“ liest.

Matthias Ohner: Gründungsmitglied des Vorstadttheater Graz, Schauspieler, DJ

Foto Matthias Ohner

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Alexandra Pötz

Bergkittel, Arschleder & Co.

Ein Abend kreativen Austausches und achtsamer Auseinandersetzung

Was muss/soll vom Alten erhalten bleiben, was darf/soll verändert werden? Was gilt es wertzuschätzen, was darf man loslassen? Kurz: Welche Lebensgeschichten verbergen sich hinter der Eisenerzer Bergmannstracht, die man gerne mit den Anwesenden teilen möchte…?

Als Inspirationsquelle und Ausgangspunkt einer eingehenden Auseinandersetzung mit der bergmännischen Tracht dienen originale Exemplare und Fotos, die von den Partygästen mitgebracht werden.

In diesem Sinne steht der Abend mit der Modedesignerin Alexandra Pötz ganz im Zeichen der Wertschätzung. Gesehen wird, was gesehen werden will. Und wertgeschätzt wird, was wertzuschätzen ist, damit Neues entstehen kann.

Alexandra Pötz,
Upcycling Expertin, Kostümbildnerin, Modedesignerin & Creative Consultant. Mitglied von The Good Tribe (Österreich/Schweden), leitet seit vielen Jahren verschiedene Do-It-Yourself- und Zero-Waste-Workshops für Kinder und Erwachsene.

Buchungszeitraum: Juli, Ende September, Oktober, November 2015

Foto Alexandra Poetz

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