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In Eisenerz gedrehter Monumentalstummfilm mit Live-Piano erweckte ehemaligen Kinosaal zu neuem Leben

Trotz Rekordhitze waren es an die 130 Personen, die am Abend des 1. August neugierig zum Auftakt der Reihe „Eisenerz im Film“ in den alten Tanzsaal strömten.

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Eisenerz im Film I

Eine hundertjährige Filmgeschichte. Block I: Der Erzberg im Monumentalfilm
1. August, 19.00 Uhr
Alter Tanzsaal, Eisenerz

Ein mehrwöchiger Bildungs- und Kunstfilmzyklus im August beschäftigt sich mit dem audiovisuellen Erbe der Stadt.

Die Reihe reicht vom ersten österreichischen Industriefilm „Die Gewinnung des Eisens am steirischen Erzberg“ (von 1911) über Wochenschauen und Propagandafilme bis hin zu Kunst- und Spielfilmen der Gegenwart. Unabhängig von den politischen Verhältnissen sind die SchwerstarbeiterInnen am Erzberg nationale Symbole für Leistungsbereitschaft, Fortschritt und den unbesiegbaren Glauben an die Zukunft. Die Brüche in diesen Erzählungen werden ebenso sichtbar wie die Tatsache, dass es nie diese nur positive Entwicklung gegeben hat, wie es die offizielle Erfolgsgeschichte glauben machen will. Das eindrückliche Spannungsverhältnis zwischen Zeiten des Aufschwungs und historischen wie gegenwärtige Krisen machten die Bergstadt Eisenerz zum idealen Ort für die filmische Abhandlung der industriellen Entwicklung.

 

01.08. Block I: Der Erzberg im Monumentalfilm

Sodom und Gomorrha / Filmarchiv Austria

Sodom und Gomorrha / Filmarchiv Austria

Sodom und Gomorrha
A 1920. Regie: Michael Kertész. Mit Georg Reimers, Michael Varkonyi, Lucy Doraine, Walter Slezak, Erika Wagner. Produktion: Sasha Film. Rekonstruierte Fassung des Filmarchiv Austria. 95 Min.
Stummfilm mit Klavierbegleitung von Gerhard Gruber, Kurzeinführung von Wolfgang Stritzinger

Das Stummfilmepos über Schuld und Sühne. Für die aufwändigste Produktion der österreichischen Filmgeschichte aus dem Jahr 1922  waren mehrere 1000 Handwerker und Komparsen beschäftigt; die Außenszenen wurden vor allem am Laaerberg in Wien-Favoriten und am Erzberg gedreht. Bei den spektakulären Sprengungen und Feuerwerken auf der Etage Martini kam es zu einem folgenschweren Unfall mit mehreren Schwerverletzten; obwohl Regisseur Kertész freigesprochen wurde, nahmen die Nationalsozialisten Jahre später dieses Unglück zum Anlass für antisemitische Hetze.

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CREDITS:

Kuratierung: Wolfgang Stritzinger
Recherche: Gerhild Illmaier, Karin Talaber
Wissenschaftliche Begleitung: Werner Michael Schwarz, Georg Wasner
Produktion: GIL art.infection

Durchgeführt in Kooperation mit dem Österreichischen Filmmuseum, dem Filmarchiv Austria, dem ORF und Adi Mayer Film, mit Unterstützung von VA Erzberg GmbH, Land Steiermark, Stadtgemeinde Eisenerz und bmukk.

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In Ergänzung zu dieser Filmreihe wird – in Kooperation mit ROSTFEST – am 22., 23. und 24.08. jeweils um 19.00 Uhr der brandneue Film Die Werkstürmer präsentiert, der 2012 in Eisenerz und Umgebung gedreht wurde.
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Eine Veranstaltung von GIL art.infection in Kooperation mit der?Stadtgemeinde Eisenerz.

Grafik Design: Nicole Zaiser • Technik: Showstage Eventtechnik • Saalbetreuung: Prima Dienstleistungs-GesmbH • Bildregie: Erich Niederhofer, Erich Hubinger