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Almentour 2012: Natur und Kultur in allen Facetten

Mit allen denkbaren Widrigkeiten hatte die diesjährige Kultur-Almen-Tour bereits im Vorfeld zu kämpfen: Behinderte Zufahrt durch Forstarbeiten. Heftige Niederschläge, die Straßenbauarbeiten nötig machten. Dementsprechend Organisation von zwei Packeseln. Vollkommen deprimierende Wettervorhersage in den Tagen zuvor, von der Flughafen-Wetterwarte am Samstag die Empfehlung „Vergessen

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Kultur-Almen-Tour 2012

Sonntag, 29. Juli 2012, 10.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr
Eisenerzer Ramsau | Galleiten (Treffpunkt) – Schafferalm – Hochalm – Lasitzen – Gemeindealm

Sonntag, 29. Juli 2012, 10.00 Uhr bis ca. 19.00 Uhr

Eisenerzer Ramsau/Galleiten – Schafferalm – Hochalm – Lasitzen – Alpengasthaus Ramsau

Ein ganztägiger Wanderausflug führt Städter und interessierte EisenerzerInnen auf die Alm, wo an mehreren Stationen ungewöhnliches Programm geboten wird: Kunstformen, die ohne Elektrizität auskommen, eine veränderte Klangkulisse „auf der Höh“, Begegnungen unterschiedlichster KünstlerInnen und MusikinterpretInnen.

Die Kultur-Almen-Tour ist eine Einladung an Besucher aus der Stadt, über ein Kunstprogramm die prachtvolle Eisenerzer Naturkulisse zu entdecken, und eine Einladung an EisenerzerInnen, den vertrauten Naturraum ganz neu und anders zu erleben – ein Angebot, das sich schon 2010 und 2011 als Hit erwiesen und das Zeug zu einer dauerhaften Einrichtung hat:

Die Teilnehmer erleben ungewöhnliche Klänge im alpinen Gelände, eine Begegnung von traditioneller Volkskultur und aktueller Kunst, ausgeführt von ProtagonistInnen mit Bezug zum Lebensraum Alm, die einen Mix aus neuer und traditioneller Volksmusik, Literatur, Bildender Kunst und Performance darbieten werden.

PROGRAMM IM DETAIL

Erneut führt eine Wanderung BesucherInnen von Auswärts und interessierte EisenerzerInnen auf erprobter Route in die Berge. Für den mit Pausen etwa zweieinhalbstündigen, durch gelegentliche „Kulturschmankerl“ verkürzten Aufstieg entschädigt nicht nur eine Landschaft, die mit zunehmender Höhe immer prachtvoller wird, sondern auch ein spannendes Programm auf der Alm: Kunstformen, die ohne Elektrizität auskommen, eine veränderte Klangkulisse „auf der Höh“, Begegnungen mit unterschiedlichsten KünstlerInnen und MusikinterpretInnen.
Schon beim Treffpunkt in der Galleiten stimmen die beiden Eisenerzer Engelbert und Michael Huber, bekannt als Röstboden Duo, mit Flügelhörnern und traditionellen Volksweisen auf die Wanderung ein.
Dann geht es, diesmal unter der Führung des charismatischen Schauspielers Daniel Doujenis, bekannt von seiner langjährigen Tätigkeit am Schauspielhaus Graz, zunächst über eine Forststraße zur Schafferalm, wo eine Labestation eingerichtet ist. Nach der Stärkung führt der Weg durch ein zunehmend spektakuläres Bergpanorama, garniert mit musikalischen und literarischen Einlagen, weiter auf die Hochalm.

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v.l.n.r.: Röstboden Duo, Daniel Doujenis, Wanderer auf dem Weg zur Schafferalm

Oben auf ca. 1.500 Höhenmetern angekommen, heißt es zunächst Rucksack ablegen und kurz verschnaufen, sich für eine von der erzhoamat und den Roankeuschlern angebotenen Stärkungen entscheiden und Leib und Seel für ein zeitgenössisches Alpinkunstprogramm vom Feinsten rüsten:

Christina Zurbrügg, die Edeljodlerin aus dem Berner Oberland, gewährt im Duo mit Michael Hudecek Einblick in ihr musikalisches Universum, das von Jodeln und Dudeln über Tango bis Rap und Pop reicht und das kein Berg, und sei er noch so hoch, begrenzen kann.

Die Mollner Maultrommler demonstrieren, welche Klangvielfalt in den „Brummeisen“ steckt, und vermählen in spontanen Improvisationen, unterstützt durch Perkussion, Obertonflöte, Klarinette und Tuba, alpine Volksmusik mit Weltmusikelementen. Die Original Union Bar (Lothar Lässer am Akkordeon, Kurt Bauer an der Geige und Sasenko Prolic am Bass) wiederum präsentiert einen musikalischen Edeltropfen, der etliche Sorten der Musikwelt schamlos nebeneinander stellt und zügig austrinkt.

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v.l.n.r.: Duo Zurbrügg & Hudecek („still chill“), Mollner Maultrommler, Original Union Bar

Zwischendurch spürt der von Eisenerz nicht ganz unbeeinflusste grandiose Darsteller und Interpret Johannes Silberschneider den sprachlichen Finessen von Herms Fritzens „Bia & Marülln“ nach, und der renommierte und sympathische Extremsportler Mich Kemeter unterweist Neugierige und Wagemutige in der Kunst, sich auf einer Slackline zu bewegen.

Im Umkreis der Hütte treibt Resanita mit einem Blumenkreis aus hier unvermuteten Importgewächsen ein reizvolles optisches und botanisches Spiel mit der alpinen Umgebung. Überdies gibt es bei einer Tombola ein paar Preise zu gewinnen, die die Erinnerung an die prachtvolle Eisenerzer Bergwelt und ihre Genüsse auch über den Tag hinaus wachhalten.

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v.l.n.r.: Johannes Silberschneider, Floralkunst von Resanita, Mich Kemeter, Stärkung auf der Hochalm

Spätestens um 16 Uhr erfolgt – über einen kürzeren, steileren Weg – der Abstieg in die Lasitzen und weiter zum Alpengasthof Ramsau (Gehzeit knapp eine Stunde), wo die Kultur-Almen-Tour bei einigen weiteren Musiksets gemütlich ausklingt.

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Bei Schlechtwetter wird das Programm in die Eisenerzer Ramsau verlegt.

Für Gäste aus Graz wird ein Shuttle-Bus organisiert – siehe AKTUELL

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Eine Veranstaltung von GIL art.infection in Kooperation mit der Gemeinde Eisenerz.

Mit freundlicher Unterstützung von:
Land Steiermark Kultur / Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur

Dank an:

Eisenerzer Waldgenossenschaft / Ing. Rudolf Rottner / Bergrettung Eisenerz / RMVG / Typografik / Auto-Lux / Lenhardt

Künstlerische Leitung: Gerhild Illmaier / Co-Kuratierung: Agnes Harrer  /  Produktionsassistenz: Elisa Rosegger / Produktion: GIL art.infection / Grafikdesign: Nicole Zaiser / Video Dokumentation: Marlon Fink und Lukas Meisterhofer / Begleitschutz: Bergrettung Eisenerz