Des Artistes Chez Nous

Kunstreihe im Leerstand am Bergmannplatz
August 2024
Bergmannplatz 2, Eisenerz

 

 
Belebend und schnelllebig ist das Projekt DES ARTISTES CHEZ NOUS angelegt, bei dem das seit einem Jahr leerstehende Café im Komplex des alten Gewerkehofs am Bergmannplatz bespielt wird. 

fast & easy:

Kurzfristig programmiert, unaufwändig produziert, mit Leichtigkeit und Improvisation umgesetzt im familiären Umfeld des alten Herrenhauses im Herzen der Eisenerzer Altstadt – ein Projekt, das neue Wege sucht und dabei Kunst, Wohnen, Leerstandsbespielung, Gastro-Impro und fortwährendes Baustellengeschehen zu kombinieren versucht.

Hintergrund:

Im Juni 2023 schloss die allseits beliebte Barbarastub’n nach über 30 Jahren ihre Pforten. Es war das einzig verbliebene Café in der Altstadt, perfekt am Rande des Bergmannplatzes gelegen, mit sonnigem Gastgarten am eigenen Vorplatz, gegenüber Stadtmuseum und Tourismusbüro, einen Hauch entfernt vom Bergmannsbrunnen, den jenes kleine Männchen ziert, das zum Icon von eisenZ*ART wurde.

Ein schwerer Verlust für Eisenerz: Es fehlt das Café als Treffpunkt und zentrales Element im sozialen Gefüge des Ortes, es fehlt als Ort der Entspannung für die steigende Zahl von Besucher*innen, und es fehlt im alten Gewerkehof, der belebt und beheizt und benutzt werden will.

Ambition:

Mit einer Pop-Up-Mini-Eventreihe wollen wir im August unseren reizvollen Leerstand künstlerisch bespielen, damit den Ortskern beleben und Aufmerksamkeit erregen.

Vielleicht finden wir Anregungen von forschen Geistern für den kreativen Umgang mit dem Baukulturerbe, oder gewinnen gar Kurzzeit-Gastropartner*innen für ein Sommer-Pop-Up-Café ! (Die Erzbergstadt bietet schließlich mit ihrer vergleichsweise kühlen Luft, dem alpinen Umfeld und dem glasklar kaltem Wasser des Leopoldsteiner Sees gerade im Juli/August einen reizvollen Ort der Sommerfrische etwa für Young Urbans, Mid-Age-Stadtflüchtende und Landflaneure…)

Reflexion:

Fürs Barbara Café der Zukunft bricht eine Zeit der Betrachtung und Auseinandersetzung mit nötigen Sanierungen an, mit ästhetischen und inhaltlichen Veränderungen, und mit Förderprogrammen. Es ist aber auch ‚die’ Zeit für Experimente und Inspiration, vielleicht sogar der ‚guten Zufälle’ (‚Zu-fall’: etwas fällt einem zu, unerwartet und adequat). Ein offenes Format wie „Chez Nous“ kann solche Prozesse in Gang setzen bzw. fördern.

Vision:

Auf Basis aller Erfahrungen, Eindrücke, noch unbekannter Parameter und Bausteine soll etwas wunderbar Neues im alten Bestand entstehen – zum Wohle der Allgemeinheit und zum Wohle des Gebäudes, das nur eingegliedert in einen Wirtschaftskreislauf weitere Verbesserungen erfahren kann.

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Prinzip der Veranstaltungsreihe:

Einladung an einzelne Künstler*innen, zwei Tage in einem gepflegtem historischem Ambiente in Eisenerz zu verbringen. Unterbringung für 1 – max. 4 Personen in einer der distinguierten Gästewohnungen der Barbara Residenz.
Im Gegenzug bieten die Geladenen an einem Nachmittag oder Abend einen kleinen öffentlichen Programmpunkt an — sei es am Vorplatz, bei Schlechtwetter im Innenraum oder im Garten: Musik, Literatur, Performance, bildende Kunst, DJ-Line oder Sonstiges. 

Die Programmierung erfolgt kurzfristig und spontan, sie wird im Wochenrhythmus kommuniziert.
Alle beteiligten Künstler*innen schlagen nachfolgende vor, auch Direktbewerbungen sind möglich.
Statt üblicher Honorare werden Aufwandsentschädigungen geleistet.
Ein respektvoller Umgang mit der Materie wird vorausgesetzt, im Sinne der Hausordnung.
Die genauen Daten richten sich nach der Verfügbarkeit bzw. dem Ausmaß des Interesses unserer Kunstgäste.

 

Künstler*innen:

Bereits zugesagt haben Daniel Granitz (Märchen für Erwachsene) und Wemi Adeyemi (Jazz); angefragt ist Andrea Scrima (Grazer Stadtschreiberin / Literatur).
Angedacht ist eine Serie von 7-12 feinen Pop-Up-Mini-Kunstevents (oder auch mehr ?) als bunte Mischung unterschiedlich geprägter Veranstaltungen.