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Zeitlupe – unter der Lupe

Aktionen und Installationen / GELAUFEN
18.08. - 18.11.2016 (dreizehnjahre) / 19.08. und 20.08. jeweils 11.30 – 12.00 und 17.00 – 17.30 Uhr (Schneckenhaus)
Freiraum_Kunstraum Eisenerz (Vitrine beim Eingang) / August Musger Platz

Die Themen ZEIT – ZEITLUPE – ZEITWAHRNEHMUNG – ENTSCHLEUNIGUNG prägen die eisenerZ*ART-Programmjahre 2016 und 2017. Heuer sind mehrere Installationen und Aktionen entstanden:

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Edgar Sorgo

„dreizehnjahre“ 

Video, one shot, 2min. 46 sec., 2016
Eine „Kamerafahrt mit Rückblende“ zwischen Graz und Eisenerz

Ort: Freiraum_Kunstraum (Schaufenster beim Eingangsportal)

Bildschirmfoto 2016-08-09 um 17.11.11

1892 wird die Erzbergbahn für den Personenverkehr freigegeben.

Die Eisenbahn war seinerzeit das sicherste und schnellste Massentransportmittel. Der Film das neue Massenmedium. Beide mechanische Geräte veränderten die damalige subjektive Zeit-Raum-Bild-Wahrnehmung mittels unterschiedlicher Geschwindigkeits-abläufe.

1895 drehen die Brüder Lumière „Arrival of a Train at La Ciotat“.

1904 patentierte der in Eisenerz geborene und in Graz wirkende August Musger seinen „Serienapparat mit Spiegelrad“ und ging damit als „Erfinder der Zeitlupe“ in die Geschichte ein.

Das Paradoxe an diesem Apparat zur „Dehnung des Zeitmaßstabes“, wie er auch genannt wurde, besteht darin, dass die Bildfrequenz bei der Aufnahme erhöht wird und den entstandenen Film mit normaler Geschwindigkeit wiedergibt.

1905 veröffentlichte Albert Einstein seine „Spezielle Relativitätstheorie“. Sie erklärt, dass eine Stunde nicht gleich eine Stunde ist: Es kommt auf die Geschwindigkeit an, mit der man sich bewegt.

(Edgar Sorgo)

Technische Unterstützung: Martin Schitter

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Stephan Eibel Erzberg, Barbara Jernej

Das Schneckenhaus

Installative Performance zur Wiederentdeckung der Langsamkeit

Aufgeführt während des ROSTFESTs am Donnerstag 18.08 um 15.00 Uhr, am Freitag 19.08. und Samstag 20.08.2016, jeweils von 11.30 – 12.00 Uhr und von 17.00 – 17.30 Uhr am August Musger Platz in Eisenerz

Bildreihe_Schneckenhaus

 

Es ist 2k16. „k“ wie „keine Zeit“. Wir dürfen keine Zeit verlieren. Müssen die Erde retten. Unsere Zukunft retten. Uns selbst retten. Dazu müssen wir schneller werden. Effizienter. Effektiver. Oder auch nicht. Sonst geht der Zeit vor lauter Tempo am Ende die Luft aus.

Idee: Stephan Eibel Erzberg

Konzept und Umsetzung: Barbara Jernej

DarstellerInnen: Lena Entezami, Albert Gitschthaler, Jorien Gradenwitz, Lena Neuber

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Martin Schitter

ZEITLUPEN

Zweiminütiger Kurzfilm, gestaltet von Martin Schitter als erster künstlerischer Beitrag zum Programmschwerpunkt ZEITLUPE, mit engen Bezügen zu Eisenerz und deutlichen Querverweisen auf die Filmgeschichte.

Screenshot 2016-08-09 22.44.32

(erstmals vorgeführt bei der Pressekonferenz am 21.06.2016 in Graz)

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Gerne nehmen wir Vorschläge für weitere spannungsreiche, einfach umsetzbare Beiträge zum Thema ZEITLUPE entgegen!

(Der Themenschwerpunkt ZEITLUPE prägt die eisenerZ*ART-Programmjahre 2016 und 2017 und wird co-kuratiert von Alexandra Riewe.)

Bildreihe_Slowly