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ZEITLUPE – Ein Denkmal für August Musger in Eisenerz

1. TEIL: Der Wettbewerb / GELAUFEN
01.06. - 01.08.2016

9Offener, einstufiger Realisierungswettbewerb des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark in Kooperation mit eisenerZ*ART  für ein zeitgenössisches Denkmal von August Musger, den „Erfinder der Zeitlupe“.

 

Bildreihe 1_Wettbewerb


KRITERIEN

Inhaltlicher Bezug zu August Musger – Zeitlupe – Eisenerz.

 

ANGESPROCHENE PERSONEN
Die Ausschreibung richtet sich an Kunstschaffende sowie an Studierende oder Absolventinnen und Absolventen einer künstlerischen bzw. kreativen Ausbildung (ab 18 Jahren).

 

EINREICHUNG – DEADLINE
Wettbewerbsbeitrag als A4-Dossier und als fertiger Ausstellungsbeitrag in Form eines Plakates, gestaltet für eine Mindestgröße von A1 in digitaler Form. Abgabeformat: PDF.

Letzter Abgabetermin: 01.08.2016

Link zur Einreichung: https://www.museum-joanneum.at/kioer/zeitlupe-wettbewerb/anmeldung


PREISGELDER

1. Preis EUR 1.500,– Publikumspreis: EUR 500,–

 

AUSSTELLUNG
Die 21 besten Beiträge werden als Plakate im öffentlichen Raum Eisenerz ausgestellt.

Ausstellungseröffnung: 18. 08. 2016 um 19 Uhr im Rahmen des Rostfests.

Die Umsetzung des Siegerprojekts soll nach Maßgabe der Möglichkeiten im Jahr 2017 erfolgen.

 

VERANSTALTER
Institut für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark in Kooperation mit eisenerZ*ART
Alle Infos auf www.kioer.at bzw. www.eisenerZ-ART.at

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Bildreihe 2_Wettbewerb

 

EINFÜHRUNG

Offener, einstufiger Realisierungswettbewerb des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark in Kooperation mit eisenerZ*ART für ein zeitgenössisches Denkmal von August Musger, denm „Erfinder der Zeitlupe“. OFFEN FÜR ALLE SPARTEN

August Musger wurde 1868 in Eisenerz geboren. Er war Absolvent der theologischen Fakultät und empfing die Priesterweihe. Nach zwei Jahren als Kaplan begann er ein Studium in Mathematik, Physik sowie Zeichnen in Graz und wurde Lehrer für Mathematik, Physik und Freihandzeichnen. Fasziniert von der neuen Kunst der Kinematografie fand er die dahinter stehende Technik noch unausgereift und begann ab 1904 selbst auf dem Gebiet des Filmband-Weitertransportes zu forschen. Bis 1907 gelang ihm die Entwicklung eines Konstruktionsplanes für einen „Serienapparat mit Spiegelrad“, dessen Besonderheit und weltweite Neuheit die Fähigkeit war, in Zeitlupe aufzunehmen. War es ihm auch letztendlich aus Geldnot nicht möglich selbst Nutznießer der Patentrechte zu werden, so gilt er jedenfalls als der maßgebliche Erfinder der Zeitlupentechnologie.

August Musgers Heimatstadt Eisenerz ist ein höchst geschichtsträchtiger Ort: Einst „Brotlaib“ der Steiermark genannt, bot der Erzberg zahlreichen Menschen Arbeit und damit neue Heimat. Die fortschreitende Technisierung und Rationalisierung brachte jedoch eine drastische Reduzierung der Mitarbeiter mit sich, wodurch die einst blühende Industriestadt mit ihrer mittelalterlich geprägten Altstadt zur „shrinking city“ wurde: Heute gilt Eisenerz österreichweit als trauriger Spitzenreiter, wenn es um Abwanderung, Schrumpfung und Überalterung geht. Die Zeit scheint hier förmlich stehen geblieben zu sein. Zahlreiche leere Geschäftslokale in der Innenstadt zeugen von einer reichen Vergangenheit und einer schwierigen Gegenwart.

In einer Zeit der fortschreitenden Beschleunigung, mit allen negativen Effekten, wird Verlangsamung wieder zu einer Qualität. In einer Neupositionierung und Identitätsfindung von Eisenerz kann diese ein wesentlicher Faktor sein. Der Wettbewerb, angeregt von Alexandra Riewe, soll dazu einen Beitrag leisten.

Um den Genius des erfindungsreichen Priesters August Musger entsprechend zu würdigen, soll ihm in seinem Geburtsort ein Denkmal gesetzt werden. Dabei ist der Denkmalbegriff – wie er vom Institut für Kunst im öffentlichen Raum praktiziert wird – im Sinn einer zeitgemäßen Erinnerungskultur zu verstehen und weit gefasst. Er beschränkt sich nicht auf skulpturale Umsetzungen, sondern kann in jedem künstlerischen Medium formuliert sein, also unterschiedlich geartete Projekte einschließen, wie etwa interaktive, partizipative oder performative Prozesse, digitale Medien, Musik usw.

Das Denkmal sollte aber neben etwaigen temporären Aspekten von permanentem Charakter sein, d. h. über lange Zeit sichtbar und wirksam.

Aus den eingereichten Konzepten wird ein Siegerprojekt prämiert, die besten 21 Einreichungen werden außerdem als Programmteil der Kulturinitiative eisenerZ*ART im öffentlichen Raum Eisenerz ausgestellt. Die Ausstellung wird am 18. August 2016, zeitgleich mit dem Festival Rostfest eröffnet und rund drei Monate im öffentlichen Raum sichtbar bleiben. Die BesucherInnen des Rostfests haben außerdem die Möglichkeit für den Publikumspreis zu voten, der am Ende des Fests bekanntgegeben wird.

Bildreihe 3_Wettbewerb

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Ein Projekt des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark, durchgeführt in Kooperation mit eisenerZ*ART

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