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Das Marampa Projekt / Juma Hauser

Buchpräsentation + Wandgestaltung
3. September 2016, 19.00 Uhr
Marampa Pub / Busbahnhof Eisenerz

Europa/Afrika, Österreich/Sierra Leone, Eisenerz/Marampa. Das sind die Koordinaten für ein künstlerisches Projekt der Wiener Künstlerin Juma Hauser. Anfang der 1980er Jahre baute eine Tochtergesellschaft der VOEST in Marampa, Sierra Leone, Erz ab. Etwa 40 österreichische Mitarbeiter und ihre Familien, darunter auch viele EisenerzerInnen, ließen sich zwischen 1980 und 1985 in Marampa auf einer ehemals britisch kolonialen Bergbau-Infrastruktur nieder. Angelegt war das Projekt in Marampa auf lange Sicht, es scheiterte aber nach wenigen Jahren.

An diese historische Verbindung nach Marampa erinnert in Eisenerz heute noch das Marampa Pub, das von einem ehemaligen Mitarbeiter nach seiner Rückkehr eröffnet wurde. Auch Juma Hauser hat eine biographische Verbindung zu Marampa: Ihr Vater unterrichtete dort die Kinder der VOEST-MitarbeiterInnen, ein Jahr lang lebte sie mit ihrer Familie dort.

Eine gewisse Innensicht begleitet somit dieses Projekt, das durch einen Zufall im Marampa Pub begann. Seither führte Hauser Interviews mit ehemaligen MitarbeiterInnen, sammelte Spuren und recherchierte in Österreich, Sierra Leone und Großbritannien.

Beim ROSTFEST 2015 stellte sie das Thema mit einer Ausstellung und einem Lichtbildervortrag erstmals öffentlich in Eisenerz vor.

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Als Reminiszenz an dieses afrikanische Bergbau-Kapitel entsteht nun eine künstlerische Wandgestaltung beim Eisenerzer Busbahnhof, direkt neben dem Marampa Pub, das heuer seinen 30. Geburtstag feiert. Und dazu wird eine umfassende Publikation präsentiert:

In ihrem Buch Das Marampa Projekt – Als es im kolonialen Clubhouse Schnitzel gab, ein Ministerialbeamter unter einem Baum in Afrika telefonierte, zwei Erzzüge aufeinander zufuhren und der Trafokoarl im Swimmingpool einen Frosch verschluckte… (Mandelbaum Verlag, 2016) verknüpft Hauser Interviews, Zitate, Anekdoten und Archivmaterial zu einer etwas anderen Industriegeschichte – über individuelle Erfahrungen in einem größeren historischen Kontext.

Nur wenige EisenerzerInnen wissen von dieser Geschichte. Somit bietet das Marampa Projekt in Form einer zeitgenössischen Auseinandersetzung einen historischen Rückblick auf dieses Stück Eisenerzer Vergangenheit und reiht sich nahtlos in den eisenerZ*ART-Schwerpunkt „Zeitlupe“ bzw. „Zeit und Raum“ ein.

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Die Wandgestaltung wird ermöglicht durch Unterstützung des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark.

Das Buch entsteht mit Unterstützung von: Bundeskanzleramt Sektion Kunst, Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, EZA Steiermark, AK Steiermark.

Die Ausführung der Wandgestaltung wie auch die Projektpräsentation am 3. September beim Marampa Pub erfolgt mit Unterstützung von eisenerZ*ART.

 

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